{"id":3030,"date":"2016-06-19T09:55:58","date_gmt":"2016-06-19T08:55:58","guid":{"rendered":"https:\/\/testhp.bggroteradler.de\/?page_id=3030"},"modified":"2020-01-26T22:03:03","modified_gmt":"2020-01-26T21:03:03","slug":"die-uckermark","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/testhp.bggroteradler.de\/?page_id=3030","title":{"rendered":"Uckermark"},"content":{"rendered":"<p>Die Uckermark ist eine historische Landschaft in Nordostdeutschland. Namensgebend war der slawische Stamm der Ukraner, die sich wiederum nach dem Fluss \u201eUkera\u201c benannten, an dessen Lauf sie seit dem 7. Jh. siedelten. Dieser Fluss tr\u00e4gt in Brandenburg den Namen Ucker und in Mecklenburg-Vorpommern Uecker. Ab dem Jahr 1250 geh\u00f6rte die gesamte Uckermark zu Brandenburg. Zuvor war es pommersches Hoheitsgebiet. Vom 16. Bis zum 18. Jh. bildeten der Uckerm\u00e4rkische und der Stolpische Kreis die Uckermark. Als Hauptstadt der Uckermark gilt seit dem Mittelalter Prenzlau. Bis 1952 unterteilte sich die Uckermark verwaltungspolitisch in drei Landkreise: Prenzlau, Templin und Angerm\u00fcnde.<\/p>\n<h3>Bestandsaufnahme um 1900 f\u00fcr die drei Altkreise:<\/h3>\n<p>Quelle: Landeskunde Preu\u00dfens. Teil 7: Die Provinz Brandenburg. Bearb. von Heinrich Heinze und August Beuermann, Spemann, Berlin, 1901<\/p>\n<h4>Landkreis Prenzlau<\/h4>\n<p>Fl\u00e4che: 1.133 km\u00b2, Einwohner: 59.330, D\u00f6rfer: 68, Gutsbezirke: 103, 3 St\u00e4dte: Prenzlau, Strasburg und Br\u00fcssow<\/p>\n<p>Landschaft: Der Kreis wird mittig von S\u00fcd nach Nord von der Ucker durchflossen, welche mit dem Unteruckersee s\u00fcdlich der Kreisstadt ein recht gro\u00dfes Gew\u00e4sser aufweist. Die \u00f6stliche Kreisgrenze bildet die Randow.<\/p>\n<h4>Landkreis Templin<\/h4>\n<p>Fl\u00e4che: 1.435 km\u00b2, Einwohner: 47.150, D\u00f6rfer: 71, Gutsbezirke: 75, 3 St\u00e4dte: Templin, Lychen und Zehdenick<\/p>\n<p>Landschaft: Der Kreis wird durch ein H\u00f6henland der Endmor\u00e4nenstufe der Eiszeit charakterisiert und weist weder bedeutende Fl\u00fcsse, noch Seen auf. Daf\u00fcr ist es fast vollst\u00e4ndig bewaldet und bedeutend f\u00fcr die Forstwirtschaft. Zum Holztransport wurde Templin und umliegende kleinere Seen westw\u00e4rts durch Kan\u00e4le mit der Havel verbunden, die auch die Westgrenze bildet.<\/p>\n<h4>Landkreis Angerm\u00fcnde<\/h4>\n<p>Fl\u00e4che: 1.307 km\u00b2, Einwohner: 64.575, D\u00f6rfer: 70, Gutsbezirke: 67, 6 St\u00e4dte: Angerm\u00fcnde, Schwedt, Vierraden (heute zu Schwedt), Joachimsthal, Oderberg und Greiffenberg (heute keine Stadt mehr)<\/p>\n<p>Landschaft: Das Kreisgebiet wird von S\u00fcdwest nach Nordost von der Welse durchflossen, die an der Kreisgrenze die Randow aufnimmt und sich ostw\u00e4rts endend bei Schwedt in die Oder m\u00fcndet. Der Oderstrom bildet die \u00f6stliche Grenze des Kreises. Schwedt, Vierraden und Oderberg verdanken ihre Bedeutung dem Fluss und der Schifffahrt. Die S\u00fcdgrenze des Kreises bildet der Oder-Havel-Kanal, der bei Oderberg m\u00fcndet. Im S\u00fcden liegen gro\u00dfe Seen (Parstein-, Werbellin- und Grimnitzsee), Relikte der Eiszeit. Die gesamte Endmor\u00e4nenlandschaft ist sehr abwechslungsreich gegliedert und weist teilweise erhebliche H\u00f6henunterschiede auf.<\/p>\n<h3>Allgemeine Beschreibung der Uckermark<\/h3>\n<ul>\n<li>Historisches Ortslexikon f\u00fcr Brandenburg. Teil 8: Uckermark. Bearb. von Lieselott Enders. Ver\u00f6ffentlichungen des Staatsarchivs Potsdam Bd. 21, 1986.<\/li>\n<li>Brandenburgisches Namenbuch. Teil 9. Sophie Wauer: Die Ortsnamen der Uckermark. In: Berliner Beitr\u00e4ge zur Namenforschung, Bd. 10, Weimar 1996<\/li>\n<li>Die Kunstdenkm\u00e4ler der Provinz Brandenburg. Hrsg. vom Brandenburgischen Provinzialausschu\u00df. Bd. 3,1: Kreis Prenzlau. 1921. 3,2: Kreis Templin. 1937. 3,3: Kreis Angerm\u00fcnde. 1934.<\/li>\n<li>Enders, Lieselott: Die Uckermark. Geschichte einer kurm\u00e4rkischen Landschaft vom 12. bis zum 18. Jahrhundert. Ver\u00f6ffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, Bd. 28, Weimar, 1992.<\/li>\n<li>Lippert, Werner: Die Flurnamen der Uckermark. Bearb. von Joachim G\u00f6schel. In: Beitr\u00e4ge zur deutschen Philologie, Bd. 8, Gie\u00dfen 1970.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.uckermaerkischer-geschichtsverein.de\/\" target=_blank\">Uckerm\u00e4rkischer Geschichtsverein zu Prenzlau e.V.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Text: Christian Schulz <a href=\"https:\/\/testhp.bggroteradler.de\/?page_id=51\">Forschungsstelle Uckermark<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Uckermark ist eine historische Landschaft in Nordostdeutschland. Namensgebend war der slawische Stamm der Ukraner, die sich wiederum nach dem Fluss \u201eUkera\u201c benannten, an dessen Lauf sie seit dem 7. Jh. siedelten. Dieser Fluss tr\u00e4gt in Brandenburg den Namen Ucker und in Mecklenburg-Vorpommern Uecker. Ab dem Jahr 1250 geh\u00f6rte die gesamte Uckermark zu Brandenburg. Zuvor war es pommersches Hoheitsgebiet. Vom 16. Bis zum 18. Jh. bildeten der Uckerm\u00e4rkische und der Stolpische Kreis die Uckermark. 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